Aktivitäten

WSG Osnabrück-Süd informiert sich zum Thema schnellwachsende Baumarten


Münster, 22. Juni 2010 - Mit Vorträgen und Besichtigungen gestaltete das Team der Wald-Agentur die jährliche Exkursion der Waldschutzgenossenschaft Osnabrück-Süd, die in diesem Jahr unter dem Motto Energieholzproduktion mit schnellwachsenden Baumarten stand. Auf einer Demonstrationsfläche der Wald-Agentur erläuterte Dr. Marcus Wenzelides Bewirtschaftungswege und Voraussetzungen zur Etablierung von Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen, bevor sich die Gruppe in Sundern am Sorpesee (Sauerland) waldbaulichen Fragestellungen zum Vorwaldmodell widmete. Ebenso zahlreich wie die Teilnehmer waren auch deren Fragen bezüglich Pflanzenschutz und Flächenpflege, technischer und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie Kosten und Wirtschaftlichkeit - vor allem im Vergleich zu Öl oder Gas. Nach einer rundum gelungenen Veranstaltung traten die sechzig Teilnehmer gut informiert, wenn auch erschöpft, am späten Nachmittag ihren Heimweg an.

Wald-Agentur Münster GmbH auf den Baumberger Holzheiztagen


Erstmalig nahm die Wald-Agentur Münster GmbH am 6. und 7. März 2010 als Aussteller an den Baumberger Holzheiztagen (www.baumberger-holzheiztage.de) teil, die in diesem Jahr von der Firma Volmer GmbH / Billerbeck ausgerichtet wurden. Bei dieser als Forum für alle Interessenten an klimaneutralen und ressourcenschonenden Heiztechnologien gedachten Messe, stieß das Thema Brenn- und Rohholzproduktion mit schnell wachsenden Pappeln auf reges Interesse, wie die Nachfragen während und nach den Ausstellungstagen zeigten.

Rechtssicherheit für Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen in NRW


Düsseldorf, 15.12.2009 Das Umweltministerium von Nordrhein-Westfalen (MUNLV) setzt den Beschluss der Agrarministerkonferenz der Länder vom 27. März 2009 um und schafft so Rechtssicherheit für Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen!

Per Erlass hat das MUNLV nun auch für Nordrhein-Westfalen klar gestellt, dass Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen kein Wald im Sinne des Gesetzes werden, sofern die Flächen für die einheitliche Betriebsprämie gemeldet und binnen 20 Jahren mindestens einmal beerntet werden. Der Status landwirtschaftliche Fläche bleibt somit erhalten.

In einer Pressemitteilung des Umweltministeriums wird zudem auf die Möglichkeit zur Förderung der Anlage von Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen auf Basis der Diversifizierungsrichtlinie für landwirtschaftliche Betriebe von bis zu 20 Prozent hingewiesen (nähere Informationen unter Landwirtschaftskammer NRW)!

Die neue Informationsbroschüre der Wald-Agentur zu den Themen: Pappelpflanzgut, Flächenanlage, individuelle Beratung, Energieholzkonzepte und Holzheizungen


Broschüre zum Download

Vom Steckling zur Hackschnitzel-Heizung - Alternative Energie für Landwirte mit schnell wachsenden Pappeln


Hoetmar/Enniger, 18.11.08 - Mehr als 60 Mitglieder haben sich am 18. November 2008 über Anbau und Ernte schnell wachsender Pappeln informiert. Die Wald-Agentur Münster GmbH hatte gemeinsam mit dem Betriebshilfsdienst/ Maschinenring Warendorf Münster e.V. in die Gaststätte Bütfering in Hoetmar eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, in Zeiten steigender Energiepreise und Rohstoffknappheit gerade stark betroffenen Landwirten Alternativen vorzustellen. Die Idee: Anbau von schnell wachsenden Pappeln auf eigenen, bislang ungenutzten Flächen, Ernte mit sofortiger Weiterverarbeitung zu Holz-Hackschnitzeln die sich dann zum Beheizen des eignen Hofes und der Stallanlagen nutzen lassen. Welche Schritte dazu notwendig sind und was es von der Analyse des Energiebedarfs über den Anbau der Pappeln bis zur passenden Hackschnitzelheizanlage zu beachten gilt, erläuterten Experten des jeweiligen Faches zunächst in der Theorie, bevor sich die Besucher zum Praxistest aufmachten.

Nach einer Begrüßung durch Markus Höner vom Maschinenring verdeutlichte Elmar Brügger von der Landwirtschaftskammer NRW, wie wichtig es ist, zunächst den genauen Energiebedarf des Hofes zu ermitteln. Er präsentierte aktuelle Umfrage-Ergebnisse und zeigte auf, wo der größte Wärme- und Strombedarf beispielsweise im Schweinemastbetrieb anfällt. Welche Möglichkeiten die schnell wachsende Pappel als Alternative zur Energieversorgung mit Hackschnitzeln bietet, stellten Heiko Hagemann und Marcus Wenzelides (siehe Bild) von der Wald-Agentur vor. Geringe Ansprüche an die Bodenqualität, schnelles Wachstum und hoher Ertrag sind nur einige der Vorteile. In anderen Bundesländern wie Bayern oder Brandenburg setzen bereits viele Landwirte auf schnell wachsende Pappeln. Dass diese Anbaumethode im Münsterland noch wenig bekannt ist, zeigte die große Resonanz aus dem Publikum. Welche Standorte besonders gut geeignet sind und welche gesetzlichen Auflagen es zu beachten sind waren nur einige der Fragen, die auf der Veranstaltung geklärt werden konnten.

Wie sich die Pappelpflanzen im Kurzumtrieb, das heißt nach drei bis vier Jahren, ernten lassen und welche Maschinen dafür geeignet sind, erläuterte Achim Hoffmann vom Landtechnik-Hersteller Claas. Die letzte Station vom Pappelsteckling zur Wärmeerzeugung demonstrierte Christian Grachtrup vom Kesselproduzent HDG Bavaria GmbH. Er stellte Heizanlagen vor, die auf die Verbrennung von Holzhackschnitzeln ausgerichtet sind.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es für den Praxis-Teil per Bus nach Enniger zum Pappel-Mutterquartier der Wald-Agentur. Hier konnten sich die Besucher vom enormen Wachstum überzeugen: Die im Mai gepflanzten Stecklinge sind mittlerweile mehr als drei Meter groß.

Abschließender Programmpunkte waren die Herstellung von Holz-Hackschnitzeln und ihre Verbrennung: Auf dem Hof Schwienhorst in Hoetmar zeigte die Firma Frölich aus Ostbevern einen mobilen Großhacker, die Firma HDG Bavaria erläuterte die Funktionsweise einer Hackschnitzel-Heizung, die seit 2007 Gebäude und Stallanlagen des Hofbesitzers Georg Schwienhorst wärmt. So konnten die Besucher der Veranstaltung vom Steckling bis zur Holz-Hackschnitzelheizung das komplette Konzept für eine alternative Energieversorgung in der Landwirtschaft nachvollziehen.

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